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Muse Spark Open

Metas Rückkehr zu offenen Gewichten - Muse Spark als MoE-Modell zum Selbsthosten, mit 1 Mio. Kontext.

Rang 18 von 25 Open Weights Veröffentlicht 15. Oktober 2026
80,4 von 100
  • Denkleistung 8,0
  • Programmieren 7,9
  • Agentik 8,1
  • Tempo 7,0
  • Preis-Leistung 9,4

Gewichtung: Denkleistung 30 % · Programmieren 25 % · Agentik 25 % · Tempo 10 % · Preis-Leistung 10 %

Kontextfenster 1 Mio. Tokens Eingabe
Maximale Ausgabe – Tokens
Eingabe je 1 Mio. – selbst hostbar
Ausgabe je 1 Mio. – selbst hostbar
Aus dem Cache – je 1 Mio. Tokens

Zum Preis: Open Weights unter der Muse Model License (Kennzeichnungspflicht, eigener Vertrag für Dienste ab 20 Mio. $ Jahresumsatz). Keine Meta-API; bei Drittanbietern je nach Hoster bepreist.

Worum es geht

Mit Muse Spark Open veröffentlicht Meta am 15. Oktober 2026 erstmals seit Llama 4 wieder ein Modell mit offenen Gewichten. Es ist eine offene Fassung von Muse Spark: ein Mixture-of-Experts-Modell mit 816 Milliarden Parametern, von denen je Token 42 Milliarden aktiv sind. Die Gewichte liegen auf Hugging Face, neben der Vollfassung auch als NVFP4 und GGUF.

Das Modell nimmt Text, Bild, Video und Audio entgegen, antwortet in Text und hat ein Kontextfenster von 1 Mio. Tokens. Die Denktiefe lässt sich von „low" bis „xhigh" einstellen. Eine eigene API bietet Meta dafür nicht an; gehostet wird es von Drittanbietern wie OpenRouter und Together, Preise legt der jeweilige Hoster fest.

Die Muse Model License ist keine klassische Open-Source-Lizenz: Wer das Modell nutzt, muss „Built with Muse Spark Open" ausweisen, und wer es mit mehr als 20 Mio. $ Jahresumsatz als Dienst anbietet, braucht einen eigenen Vertrag mit Meta. Die Bewertung ist vorläufig und stützt sich auf Metas Benchmarks: Bei Agenten und Computer-Use stark, bei Terminal-Bench und GPQA etwas hinter DeepSeek V4.1 Flash.

Neu in dieser Version

Gegenüber dem Vorgänger Llama 4 Maverick:

  1. Wieder offene Gewichte

    Erstes offenes Meta-Modell seit Llama 4 im April 2025, diesmal auf Basis von Muse Spark statt als neue Llama-Generation.

  2. Audio und Video als Eingabe

    Neben Text und Bild verarbeitet das Modell auch Video und Audio; Llama 4 Maverick kannte nur Text und Bild.

  3. Reasoning-Stufen

    Die Denktiefe ist von „low" bis „xhigh" einstellbar.

  4. Neue Lizenz

    Die Muse Model License löst die Llama-Community-Lizenz ab: Kennzeichnungspflicht und eigener Vertrag für große Dienstanbieter ab 20 Mio. $ Jahresumsatz.

Stärken und Schwächen

Dafür spricht

  • Offene Gewichte eines aktuellen Meta-Modells, auch quantisiert als NVFP4 und GGUF
  • Text, Bild, Video und Audio als Eingabe bei 1 Mio. Kontext
  • Starke Computer-Use-Werte (OSWorld Verified 80,4 laut Meta)
  • Nur 42 Mrd. aktive Parameter je Token trotz 816 Mrd. Gesamtgröße

Das schränkt ein

  • Eigene Lizenz mit Kennzeichnungspflicht und Umsatzgrenze, kein Apache/MIT
  • Keine API bei Meta selbst, Preise je nach Hoster
  • Zum Start keine unabhängigen Messungen, maximale Ausgabelänge nicht veröffentlicht
  • Selbsthosten braucht trotz MoE viel GPU-Speicher

Benchmarks

BenchmarkErgebnisEinordnung
GPQA Diamond 89,0 Angabe von Meta, Stufe xhigh
Terminal-Bench 2.1 76,4 Angabe von Meta, Stufe xhigh
OSWorld Verified 80,4 Angabe von Meta, Stufe xhigh
Artificial Analysis Intelligence Index 39 Angabe von Meta

Benchmark-Werte stammen von den Anbietern oder unabhängigen Auswertungen und sind untereinander nur bedingt vergleichbar.