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Mistral Large 4

Europas neues Spitzenmodell: multimodales MoE mit rund 1 Billion Parametern und 1M Kontext, die Gewichte sollen Ende Oktober folgen.

Rang 20 von 25 Flaggschiff Open Weights Veröffentlicht 6. Oktober 2026 mistral-large-4
77,7 von 100
  • Denkleistung 7,8
  • Programmieren 7,8
  • Agentik 7,6
  • Tempo 7,0
  • Preis-Leistung 8,8

Gewichtung: Denkleistung 30 % · Programmieren 25 % · Agentik 25 % · Tempo 10 % · Preis-Leistung 10 %

Kontextfenster 1 Mio. Tokens Eingabe
Maximale Ausgabe – Tokens
Eingabe je 1 Mio. 1,36 $ Tokens
Ausgabe je 1 Mio. 4,18 $ Tokens
Aus dem Cache 0,14 $ je 1 Mio. Tokens

Zum Preis: Listenpreis; der Einführungsnachlass von 50 % (0,68 $ / 2,09 $) galt die ersten zwei Wochen ab 06.10.2026. Batch mit 50 % Rabatt. Open Weights laut Hugging-Face-Seite von Mistral für den 31.10.2026 angekündigt, Lizenz noch offen.

Worum es geht

Mistral Large 4 ist seit dem 6. Oktober 2026 als Public Preview in Mistral Studio verfügbar. Es ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit laut Doku 1,05 Billionen Parametern, davon 52 Milliarden aktiv (der Blogbeitrag nennt gerundet 1 Billion und 49 Milliarden), dazu ein eigener Vision-Encoder. Instruct- und Reasoning-Betrieb stecken in einem Modell, die Denktiefe lässt sich über reasoning_effort steuern.

Gegenüber Large 3 wächst das Kontextfenster von 256K auf 1M Tokens. In den Herstellerbenchmarks bleibt es bei Coding und Agentik deutlich hinter den US-Spitzenmodellen (DeepSWE v1.1: 61,7 %, Terminal-Bench 4.0: 28,3 %). Stark ist es bei Cybersecurity. Die offenen Gewichte hat Mistral für Ende Oktober angekündigt, die Lizenz steht noch nicht fest.

Neu in dieser Version

Gegenüber dem Vorgänger Mistral Large 3:

  1. Rund 1 Billion Parameter

    MoE mit 1,05 Billionen Parametern und 52 Mrd. aktiven (Large 3: 675 Mrd. und 41 Mrd.).

  2. 1M Kontext

    Vervierfachung gegenüber den 256K von Large 3.

  3. Hybrides Reasoning

    Instruct- und Reasoning-Betrieb in einem Modell, Denktiefe über reasoning_effort wählbar.

  4. Von Grund auf multimodal

    Text- und Bildeingabe mit eigenem Vision-Encoder (1,6 Mrd. Parameter).

Stärken und Schwächen

Dafür spricht

  • Anbieter und Hosting im europäischen Rechtsraum, trainiert in Europa
  • Offene Gewichte angekündigt
  • 1M Kontext und Bildeingabe in einem Modell
  • Stark bei Cybersecurity (Cybench 93 %)
  • Auch zum Listenpreis günstig (1,36 $ / 4,18 $)

Das schränkt ein

  • Noch Public Preview, Gewichte und Lizenz stehen aus
  • Bei Agenten und Terminal-Aufgaben weit hinter der Spitze (Terminal-Bench 4.0: 28,3 %)
  • Maximale Ausgabelänge nicht angegeben

Benchmarks

BenchmarkErgebnisEinordnung
DeepSWE v1.1 61,7 % Herstellerangabe
Terminal-Bench 4.0 28,3 % Herstellerangabe
AutomationBench 59,9 % Herstellerangabe
Cybench 93 % Herstellerangabe
Dense 200 (Bildverstehen) 42 % GPT-6 Astra: 41 %, Herstellerangabe

Benchmark-Werte stammen von den Anbietern oder unabhängigen Auswertungen und sind untereinander nur bedingt vergleichbar.